Meine Erfahrung mit SAP

Juni 24th, 2010



Zeitnah zu der Umstellung von IBM auf SAP/R3 kam ich zur Firma Dürr Systems GmbH in die Abteilung für Elektrokonstruktion.

Neben den bereits erwähnten Tätigkeiten von Anlagenpräsentation und technischen Werknormblättern, wurde mein Aufgabengebiet erweitert.

Die einzelnen Elektrokomponenten wurden über eine Excel-Liste von IBM in SAP übernommen.

Dies führte dazu, dass einige wichtige Merkmale nicht vorhanden waren und die Teile in den unterschiedlichsten Klassen eingegliedert wurden.

Diese Excel-Liste brachte und bringt erhebliche Vorteile beim Pflegen der Stammdaten. Es können die Daten von einer .txt Datei eingelesen und genau so wieder ausgelesen werden. Eine Übersichtlichkeit ist gewährleistet, da alle Daten immer „übersichtlich“ untereinanderstehen. Dies ist ja bei SAP nur in einem kleinen Ausschnitt möglich. Am Anfang waren noch alle Klassen in einer Excel-Datei enthalten. Dies wurde dann mit der Zeit, durch den wachsenden Materialstamm geändert, so dass jede Klasse die eigene Excel-Liste hat.

Ich erhielt die Verantwortung, mich um den kompletten Materialstamm und die Klassenverwaltung der Elektro-Komponenten zu kümmern.

Als erstes wurden die Klassen entsprechend der DIN … strukturiert aufgebaut bzw. ergänzt. Die in den Klassen vorhandenen Merkmale reichten nicht aus um die Teile in E-PLAN zu übernehmen und bei der automatischen Erstellung von Stromlaufplänen zu verwenden.

Dies hatte zur Folge, dass die entsprechenden Klassen mit Merkmalen sinnvoll ergänzt werden mussten, was in Abstimmung mit der Elektrokonstruktion geschah. Den Merkmalen wurden bereits feste Werte übergeben, die von den USERN ausgewählt werden konnten. Sollte ein Wert fehlen, wurde dieser nachträglich ein gepflegt.

Die Festsetzung der Werte in den einzelnen Merkmalen bezog sich zum Beispiel auf die Anschlussspannung, den Querschnitt, den Schaltstrom, die Anschlussbezeichnung, die Lage der Kabeleinführung usw. Damit wurde eine fehlerfreie automatische Generierung von Stromlaufplänen sichergestellt.

Der Materialstamm wurde laufend durch neue Teile von unterschiedlichen Lieferanten ergänzt und von mir sichergestellt, dass auch gleichartige Teile Ihre Verwendung fanden.

z.B.: Ein Schütz einer bestimmten Baugröße und Ausführung musste von allen Lieferanten mit den gleichen Merkmalen lieferbar sein.

In den letzten 2 – 3 Jahren meiner Tätigkeit bei Dürr, wurde dann der gesamte Materialstamm für eine internationale Verwendung aufbereitet. Alle Werte mussten in verschiedene Sprachen übersetzt werden, dadurch wurden noch mehr Merkmale mit festen Werten hinterlegt. Dadurch wurde gewährlistet, dass ein in den USA angelegtes Teil auch von anderen Ländern verwendet bzw. in deren Sprache eingesehen werden konnte. Es wurden Merkmale ergänzt, da unterschiedliche Länder (USA im Besondern) auch andere Maßeinheiten haben.

Durch ein gezieltes und konzentriertes Arbeiten, schaffte ich es, dass viele Teile und Merkmale in einer relativ kurzen Zeit für den internationalen Gebrauch fertig waren. Dabei wurden auch noch mehrfach angelegte Teile gelöscht.

Meine zügiges Arbeiten, hatte zur Folge, dass ich auch mit anderen Teilen wie (Motoren, Ventile, Klappen usw.) zu tun hatte. Mit großem Einfühlungsvermögen und einem hohen technischen Verständnis war dies für mich eine einfache Aufgabe.

  • Share/Bookmark